Institut für Energietechnik und Thermodynamik
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Das Hydrodynamische Labor

Das Hydrodynamische Laboratorium des Instituts für Energietechnik und Thermodynamik befindet sich am Karlsplatz (Lageplan) und wurde in den Jahren 1907 bis 1910 errichtet. Durch großzügige Bereitstellung von Geldmitteln und Spenden aus der Industrie ergab sich für die damalige Zeit eines der modernsten Laboratorien auf dem Fachgebiet der hydraulischen Strömungsmaschinen.

Um die Einrichtung dem aktuellen Stand der Technik anzupassen wurde die Einrichtung laufend angepasst und 1979 einer Generalsanierung unterzogen und die elektrische Anschlussleistung von 80 kW auf 250 kW erweitert.

In den nächsten Jahren wird das Labor komplett erneuert und übersiedelt im Zuge des Projekts Univercity 2015 in das Science Center im Arsenal.

Universalprüfstand für Pumpen und Turbinen:

Der Versuchsstand ist für die Untersuchung von Pumpen und Turbinen bei geschlossenem Versuchskreislauf konzipiert. Die Bestandteile des Universalprüfstandes sind im wesentlichen Ober- und Unterwasserkessel, die Verrohrung mit den Armaturen, das Aufspannfeld für die Versuchsmodelle, die Kreislaufpumpen und die Kühleinrichtung um die Temperatur im Kreislauf bei Langzeituntersuchungen konstant zu halten. Der Gleichstrom-Motorgenerator (Pmax= 87 kW; n= ± 0 - 1500 min-1) ermöglicht einen 4-Quadranten-Betrieb für Modelluntersuchungen. Außerdem können mittels einer hydrostatischen Pendellagerung genaue Wirkungsgradmessungen durchgeführt werden. Der geschlossene Versuchskreislauf erlaubt Kavitationsuntersuchungen, mit einer Vakuumpumpe kann der Druck im Unterwasserkessel bis auf 40 mbar (absolut) abgesenkt werden.

Zur Erzeugung der benötigten hydraulischen Energie stehen folgende Pumpen zur Verfügung:

  • 1 Mitteldruck Pumpe (QN = 0,17 m3/s, HN = 85 m, PN = 180 kW) mit drehzahlregelbarem Gleichstromantrieb
  • 1 Niederdruck Pumpe (QN = 0,5 m3/s, HN = 36 m, PN = 210 kW) mit drehzahlregelbarem Gleichstromantrieb

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Peltonturbinenversuchsstand:

Dieser Versuchsstand ermöglicht Untersuchungen an Peltonturbinenlaufrädern bis zu einem Strahlkreisdurchmesser von 500 mm. Das Laufrad wird über einen Gleichstrom-Motorgenerator (Pmax = 100 kW, n = ± 0 - 3000 min-1) gebremst. Die Turbinenwelle ist in einem Hydrostatischen Pendellager gelagert und ermöglich somit die Berücksichtigung von Lagerreibung bei der Wirkungsgradmessung. Außerdem sind Versuche mit verschiedenen Düsen-Nadelkombinationen, sowie Gehäuse- und Strahlablenkern sowohl im eindüsigen, als auch im zweidüsigen Betrieb möglich.

Zur Erzeugung der benötigten hydraulischen Energie stehen folgende Pumpen zur Verfügung:

  • 2 Hochdruckpumpen (QN = 0,038 m3/s, HN = 76 m, PN = 40 kW) mit drehzahlregelbarem Gleichstromantrieb

Für größere Durchflüsse können die Hochdruckpumpen mit der Mitteldruckpumpe vom Universalprüfstand in Serie geschaltet werden.

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Messtechnik

Strömungsgeschwindigkeitsmesstechnik (LDA, PIV)

Absolutdruckaufnehmer, Differenzdruckaufnehmer (mbar bis 100bar), Kolbenmanometer

Durchflussaufnehmer (magnetisch induktiv bis DN300, US-Laufzeit bis DN 2000)

Drehmomentwellen, Drehmomentmessflansch (500Nm-1kNm)

Viskosimeter

Elektrisches Leistungsmessgerät + Stromwandler

 

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