Institut für Energietechnik und Thermodynamik
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Die Entwicklung des Institutes von den Anfängen bis heute

Das Institut E 302 - Institut für Energietechnik und Thermodynamik ist in den Jahren 2004 und 2006 aus der Fusion dreier ehemals eigenständiger Institute (E302, E305, E313) entstanden.

 

Geschichte Institut E302

Seit der Gründung unserer Hochschule wurde die Wärmelehre im Rahmen der Theoretischen Maschinenlehre als Teil einer Vorlesung Technische Mechanik und Maschinenlehre unterrichtet. Nach 1945 wurde eine Lehrkanzel für Theroretische Maschinenlehre unter C. Kämmerer geschaffen, welche neben der Maschinendynamik und der Maschinenmesstechnik auch für die Angewandte Wärmelehre zuständig war.

Die konkrete Institutsgeschichte begann 1961 als M. Ledinegg mit der Leitung des neugeschaffenen Institutes für Technische Wärmelehre betraut wurde. In das Aufgabengebiet des Intitutes wurden auch der Dampfkessel und Behälterbau einbezogen, sowie ab 1957/58 auch der Kernreaktorbau. M. Ledinegg leitete das Institut bis zu seiner Emeritierung 1976, danach wurde W. Linzer als Nachfolger berufen. W. Linzer war vor seiner Berufung Leiter der Abteilung Dampferzeuger bei Fa. EVT Stuttgart. Nach der Emeritierung von W. Linzer im September 2005 wurde A.o. Prof. K. Ponweiser für die Zeit der Vakanz zum provisorischen Leiter bestellt. Im Dezember 2006 nahm der heutige Leiter M. Haider seine Tätigkeit als Institutsvorstand auf. Nach einigen vorangegangenen kurzfristigen Namensänderungen (Angewandte Thermodynamik, Thermodynamik und Energiewandlung) erfolgte im Zuge der Fusionierung mit E305 und E313 die letzte Namensänderung im Jänner 2010 in das Institut für Energietechnik und Thermodynamik. Im Juli 2008 wurde C. Bauer für den Forschungsbereich Strömungsmaschinen berufen und leitet seit 2012 alternierend mit M. Haider im 2-Jahres Rhythmus das Institut.

Geschichte Institut E313

Spätestens in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde im Bereich der Wärmekraftmaschinen mittlerer und großer Leistung die Kolbendampfmaschine von der Dampfturbine bzw. Gasturbine abgelöst. Diesem Trend Rechnung tragend, ging 1962 das Institut für Dampf- und Gasturbinen und Kolbendampfmaschinen in das Institut für Dampf- und Gasturbinen über, dem Prof. K.J. Müller bis zum Jahr 1985 vorstand. Im Zeitraum von 1988 bis 2003 wurde das Institut von Prof. H. Haselbacher geleitet. Die Neuausrichtung der Lehr- und Forschungstätigkeit fand Ihren Niederschlag in der 1988 erfolgten Umbenennung in Institut für Thermische Turbomaschinen und Energieanlagen. Den Schwerpunkt der Aktivitäten bildeten fortan Arbeiten zur direkt gefeuerten Gasturbinenanlage. Darüber hinaus wurden auch Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Spaltströmung in axialen Turbinenbeschaufelungen sowie der Strömung in Labyrinthdichtungen durchgeführt. Nach einer schrittweisen Redimensionierung erfolgte im Jahr 2004 die endgültige Eingliederung des Fachbereiches in das heutige Institut für Energietechnik und Thermodynamik.

Geschichte Institut E305

Das Fach Wasserkraftmaschinen und Pumpen trat an der technischen Hochschule Wien verhältnismäßig spät als selbständiges Fachgebiet in Erscheinung. Erst im Jahre 1904 wurde der immer größer werdenden Bedeutung dieses Wissenszweiges Rechnung getragen. Zum ersten Professor der Lehrkanzel für Wasserkraftmaschinen und Pumpen wurde 1904 Ing. Arthur Budau berufen, welcher sich auch für die Errichtung des heute noch existierenden hydrodynamischen Versuchslabors am Karlsplatz verantwortlich zeigte. Nach Budaus Tod im Jahre 1923 wurde DI Dr. Franz Magyar die Supplierung der Lehrkanzlei übertragen, bis 1928 Dr. Ing. Eugen Feifel als ordentlicher Professor an das Institut bestellt wurde. Vom Studienjahr 1943/44 an musste durch die Erkrankung Feifels DI Dr. Ferdinand Schulz mit der Supplierung der Lehrgegenstände betraut werden. Diese übte er bis zu seiner Berufung zum Vorstand des Institutes 1956 aus und leitete die Geschicke bis 1976. Nach weiteren interimsmäßgen Besetzungen durch Dr. Schedelberger wurde schließlich 1979 Heinz-Bernd Matthias als ordentlicher Professor ernannt und war bis zu seiner Emeritierung 2006 am Institut tätig. Unter seiner Führung wurde das hydrodynamische Labor renoviert und Lehre sowie Forschung auf dem Gebiet der Wasserkraftmaschinen und Pumpen wurden vorangetrieben. Die Eingliederung des Fachbereiches Wasserkraft in das heutige Institut für Energietechnik und Thermodynamik erfolgte 2006.